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Berufsunfähigkeit: Warum die meisten Deutschen unterversichert sind
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Berufsunfähigkeit: Warum die meisten Deutschen unterversichert sind

Jeder vierte Arbeitnehmer wird im Laufe seines Berufslebens berufsunfähig – und die gesetzliche Absicherung reicht kaum aus.

Baumgaertner Versicherungen 28. März 2025 7 Min. Lesezeit
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Jeder vierte Arbeitnehmer wird berufsunfähig – doch die wenigsten sind ausreichend abgesichert. Was die gesetzliche Rente leistet und warum eine private BU-Versicherung unverzichtbar ist.

Stellen Sie sich vor, Sie können morgen nicht mehr arbeiten – nicht wegen Faulheit, sondern weil Ihr Körper oder Ihre Psyche es nicht mehr zulassen. Was passiert dann mit Ihrer Miete, Ihrem Kredit, Ihrem Lebensstandard? Für die meisten Menschen ist diese Frage unbequem. Und genau deshalb verdrängen sie sie.

Die erschreckende Realität: Jeder Vierte wird berufsunfähig

Laut Statistik der Deutschen Rentenversicherung wird jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland im Laufe seines Berufslebens berufsunfähig. Die häufigsten Ursachen sind dabei nicht Unfälle – wie viele vermuten – sondern psychische Erkrankungen (43 %), Erkrankungen des Bewegungsapparats (21 %) und Krebs (17 %). Das bedeutet: Selbst wer körperlich arbeitet und sich für 'gesund' hält, ist nicht gefeit.

Wichtig zu wissen

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente beträgt im Durchschnitt nur 882 Euro pro Monat – das entspricht weniger als 40 % des letzten Nettoeinkommens. Wer damit seinen Lebensstandard halten möchte, wird schnell merken: Das reicht hinten und vorne nicht.

Was die gesetzliche Absicherung wirklich leistet

Seit 2001 gibt es keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente mehr. Stattdessen zahlt die Deutsche Rentenversicherung eine Erwerbsminderungsrente – aber nur unter strengen Bedingungen. Wer weniger als drei Stunden täglich irgendeiner Tätigkeit nachgehen kann, erhält die volle Rente. Wer noch drei bis sechs Stunden arbeiten kann, bekommt nur die halbe. Und wer mehr als sechs Stunden arbeiten könnte – auch in einem völlig anderen Beruf – geht leer aus.

Tipp

Faustregel: Ihre private BU-Rente sollte mindestens 70-80 % Ihres aktuellen Nettoeinkommens abdecken. Fuer einen Arbeitnehmer mit 3.000 Euro netto bedeutet das eine monatliche BU-Rente von mindestens 2.100-2.400 Euro.

Wie hoch Ihr persönlicher Absicherungsbedarf ist, hängt von Ihrem Einkommen, Ihren Fixkosten, Ihrer Berufsgruppe und der bereits vorhandenen Absicherung ab. Ermitteln Sie Ihren individuellen Bedarf mit unserem interaktiven Rechner:

BU-Bedarfsrechner

Ermitteln Sie Ihren persönlichen Absicherungsbedarf bei Berufsunfähigkeit

Ihre Angaben

Berufsgruppe
Monatliches Nettoeinkommen

Ihr aktuelles Netto nach Steuern und Abzügen

1.000 €10.000 €
Aktuelles Alter
35Jahre
18 Jahre60 Jahre
Monatliche Fixkosten

Miete, Kredite, Versicherungen, Lebenshaltung

500 €5.000 €
Erwartete gesetzliche Erwerbsminderungsrente

Aus Ihrem Renteninformationsschreiben (Seite 2)

0 €2.000 €
Bestehende private BU-Rente

Falls bereits eine BU-Versicherung vorhanden

0 €3.000 €

Ihre Ergebnisse

38%
Kritisch unterversichert
Dringender Handlungsbedarf – große Versorgungslücke.
Deckungsgrad: 38 % des ermittelten Bedarfs
Empfohlene BU-Rente
2.100 €
/ Monat (75 % des Nettos)
Versorgungs­lücke
1.300 €
/ Monat ungedeckt
Geschätzte Prämie
ab 0 €
/ Monat (Richtwert)
Verbleibende Berufsjahre
32 J.
bis Rentenalter 67
Absicherungs-Übersicht
Gesetzl. Rente
800 €
Private BU (vorhanden)
0 €
Versorgungs­lücke
1.300 €
Bedarf gesamt
2.100 €

Hinweis: Prämienangaben sind Richtwerte (Marktdurchschnitt) und variieren je nach Gesundheitszustand, Beruf und Anbieter. Für ein verbindliches Angebot empfehlen wir ein persönliches Beratungsgespräch.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine BU-Versicherung?

Die Antwort ist eindeutig: so früh wie möglich. Denn die Beiträge richten sich nach Ihrem Eintrittsalter und Ihrem Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Abschlusses. Ein 25-Jähriger zahlt für denselben Schutz oft weniger als die Hälfte im Vergleich zu einem 40-Jährigen. Und wer bereits Vorerkrankungen hat, riskiert Ausschlüsse oder Beitragszuschläge.

  • Abschluss idealerweise vor dem 30. Lebensjahr
  • Laufzeit bis zum Renteneintritt (67 Jahre)
  • BU-Rente mindestens 70 % des Nettoeinkommens
  • Auf abstrakte Verweisung im Vertrag achten – diese sollte ausgeschlossen sein
  • Nachversicherungsgarantie prüfen (z. B. bei Heirat, Geburt, Gehaltserhöhung)

Besonderheiten für Selbstständige und Beamte

Selbstständige haben keinen Anspruch auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente – für sie ist eine private BU-Absicherung daher noch dringlicher. Beamte hingegen genießen eine Dienstunfähigkeitsversicherung durch den Staat, die jedoch erst nach einer Wartezeit von fünf Jahren greift. Eine private Ergänzung ist auch hier sinnvoll.

Fazit

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist neben der privaten Haftpflicht die wichtigste Versicherung überhaupt. Sie schützt Ihre Arbeitskraft – Ihr wertvollstes Kapital. Wer noch keine hat oder unsicher ist, ob der bestehende Schutz ausreicht, sollte das in einem persönlichen Gespräch klären lassen.

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